Gripen: "Die heisse Frage nach der Alternative"

In der Neuen Luzerner Zeitung wurden angebliche Alternativen zum Gripen dargestellt. Es gibt keine wirklichen Alternativen zum Gripen, mit denen eine glaubwürdige Sicherung des Luftraumes möglich ist, ohne unsere Eigenständigkeit und Neutralität zu verlieren. Boden-Luft-Raketen können keine Flugzeuge erkennen, identifizieren und die damit notwendigen Massnahmen ergreifen.

Es geht darum, Flugzeuge mit zweifelhafter Herkunft, Flugauftrag und Überfluggenehmigung zu kontrollieren, Überflugverbote durchzusetzen, bei Missachtung der Flugverkehrsregeln einzugreifen und Assistenzeinsätze durchzuführen (Ausfall von Funk, Navigation). Im Falle der Entführung des äthiopischen Flugzeuges hätte eine Flugabwehr somit nichts gebracht. Kampfhelikoptern fehlen nebst den Flugleistungen auch ein Radar und Bewaffnung, um Luftpolizeidienst durchzuführen. Es ist ein Offensivmittel, um Bodentruppen zu unterstützen. Drohnen sind im Betrieb und Unterhalt nicht günstiger als ein Kampfjet. Abgesehen davon können sie im zivilen Luftraum wegen Kollisionsgefahr gar nicht eingesetzt werden. Occasions FA-18 zu kaufen oder Kampfjets zu mieten, macht keinen Sinn. Bei einem Ersatz des FA-18 müssten dann plötzlich 50 Kampfjets auf einmal beschafft werden mit Kosten von wahrscheinlich 7 bis 8 Milliarden Franken.

Wir müssen uns also nichts vormachen. Ohne Gripen wird die Luftwaffe längerfristig ohne Jetflugzeuge auskommen müssen und somit die Glaubwürdigkeit der ganzen Armee gefährdet. Diese ist wiederum die Grundvoraussetzung für unsere Souveränität und Neutralität, für die eine Mehrheit unseres Landes einsteht. Deshalb bitte ich Sie, am 18. Mai Ja zu stimmen.

Franz Grüter, Präsident der SVP des Kantons Luzern, Eich

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