Ja zur Volkswahl des Bundesrates

Die Volkswahl des Bundesrates ist eine willkommene Vervollständigung der direkten Demokratie. Wie in allen Gemeinden und Kantonen üblich, soll der Souverän auch die Landesregierung direkt wählen können. Schliesslich hat das Volk ein ausgewiesen gutes Sensorium für das politische Gleichgewicht.

Ein Bundesrat, der direkt vom Volk gewählt wird, ist besser abgestützt und agiert unabhängiger. Er ist in erster Linie seinen Wählerinnen und Wählern verpflichtet - und das ist gut so. Die Initiative verhindert zudem, dass unwürdige Hinterzimmerpläne im Parlament darüber entscheiden, wer Bundesrat wird. Das Volk entscheidet aus meiner Sicht weitsichtiger als taktierende und oft aus purem Eigennutz handelnde Parlamentarier.

Das Schweizer Volk hat in der Regel ein gutes Gespür für zukunftsweisende Politik. Wer als Bundesrat nur Dauerwahlkampf macht und «populistisch» regiert, wird vom Volk abgestraft. So ist es auch ein grosses Anliegen der Volkswahl-Initiative, den inneren Zusammenhalt des Landes zu stärken und eine regional breit abgestützte Landesregierung zu haben. Indem die Initiative der französisch- und italienischsprachigen Schweiz mindestens zwei von sieben Bundesratssitzen garantiert, werden die sprachlichen Minderheiten im Vergleich zum heutigen Wahlsystem sogar gestärkt, denn heute gibt es für sie keine garantierten Sitze.

Es gehört zur politischen Tradition unseres Landes, dass die politischen Kräfte gemäss ihrer Wählerstärke im Bundesrat vertreten sind. Eine Volkswahl des Bundesrates tut unserer Demokratie gut. Volkswahl bedeutet Volkswohl!

Anian Liebrand, Sekretär SVP Kanton Luzern, Beromünster

Der Geldsegen von Real gehört Gebührenzahlern

In Zeiten der knappen Finanzen freuen sich die Finanzdirektoren der Stadt und der Agglomerationsgemeinden über den Geldsegen der Real. 22 Millionen Franken sollen unter den angeschlossenen Gemeinden ausgeschüttet werden.

Es ist nun an den einzelnen Gemeinderäten, festzulegen, wie diese Gelder verwendet werden sollten. Aus meiner Sicht müssen die Zahler der Sackgebühren in den Genuss dieser Ausschüttung kommen. Es handelt sich nachweislich um zweckgebundene Gebühren. Nur dank diesen zu hohen Gebühren konnten die Reserven von 100 Millionen Franken erst geäufnet werden. Jetzt müssen die Gebühren wieder auf den effektiven Finanzbedarf gesenkt, oder die Leistungen der Real können verbessert werden.

In Anbetracht der aktuellen Diskussionen um die Einsammlung von Karton wäre dies wohl auch ein sinnvoller Weg. Die Bewohner im Einzugsgebiet der Real sind nun besonders gefordert, darauf zu achten, dass ihnen für die laufend bezahlten Gebühren auch die ihnen zustehenden Leistungen geliefert werden. Die Abfallgebühren dürfen nicht zweckentfremdet werden, sie gehören den Gebührenzahlern und nicht den Finanzvorständen.

Guido Müller, Kantonsrat SVP, Ebikon

Das Volk wählt den Bundesrat...

...nicht die Parteien. Die Initiative wurde von der SVP eingereicht. Deswegen sind die anderen Parteien nicht für die Volkswahl. Es ist Neid. Deshalb argumentieren die andern Parteien mit kleinlichen, unwahren oder dummen Argumenten, Nein zu sagen.


Wir alle sind  Demokraten. Wir, das Volk, wollen bestimmen, wer gewählt und über was abgestimmt wird. Es ist allemal besser, das Volk entscheidet. Diese Mühe ist uns unsere Schweiz wert. Müssen wir denn Angst vor einem durch das Volk gewählten Bundesrat haben? Eher jetzt, wo wir vorgeführt bekommen, dass der BR z.T. nicht die Volksmeinung vertritt und diese weitgehend missachtet. Wir müssen nicht auf die Strasse gehen, wie in allen umliegenden Ländern. Demonstrieren ist die schlechtere Variante als an der Urne zu entscheiden.


Die ins groteske gehende Taktiererei vor der BR-Wahl ist für gut bezahlte Parlamentarier unwürdig und spottet der Ernsthaftigkeit und dem Treueeid für das Wohl des Volkes einstehen zu wollen. Viele Parlamentarier und Parteien  haben Angst, vom Volk, nicht mehr gewählt zu werden. Mit Recht!


Alois Zoll, Meierskappel

Flugbetrieb: Grundsatzfrage zu Armee - Ja oder Nein?

Erneut haben sich Bürger über den Flugbetrieb über unserem Flugplatz Emmen beschwert. Die Grundsatzfrage, die sich stellt, lautet: Armee Ja oder Nein? Das Volk hat sich klar für eine Armee ausgesprochen. Wenn dieser Volksentscheid respektiert wird, dann gehört es sich, dass der Armee die Mittel, die sie finanziell und infrastrukturell braucht, zur Verfügung gestellt werden.


Das Training der Piloten gehört zum Auftrag der Luftwaffe. Durch ein gutes Training können Unfälle vermieden werden. Ein direkter Contra-Flug über bewohntem Gebiet zum Beispiel findet aus Sicherheitsgründen nicht statt.


Auch die Aussage, dass die Gripen und die F/A-18 fünfmal lauter sind als die Tiger, ist schlicht falsch. Eine Falschaussage wird nicht richtig, wenn sie mehrfach von den Vertretern des Schutzverbandes und zugewandten Orten wiederholt wird. Ich stehe zur Armee und zur Luftwaffe. Die notwendigen Mittel sind ihr zur Verfügung zu stellen, und die laufenden Trainings sind notwendig und sichern als Nebeneffekt noch Arbeitsplätze und Investitionen, gerade auch in der Region Emmen!


Marcel Omlin, Kantonsrat SVP und Fliegerfan, Rothenburg

Politisch konzeptlos

Leserbrief zu «FDP will Armutsflüchtlinge ausweisen», «Zentralschweiz am Sonntag» vom 28. April 2013


Verdutzt reiben sich nun Linke wie Mitteparteien die Augen über die heutigen Zustände in unserem Land. Das Schengen-Abkommen, welches an unseren Grenzen Tür und Tor öffnete, sorgt durch die Masseneinwanderung für eine grosse Anzahl negativer Nebenwirkungen: noch nie dagewesene Verkehrsstaus, hoffnungslos überfüllte Züge und Busse, Wohnungsnot sowie massiv steigende Mietpreise. Dazu Kriminaltourismus, Lohndumping sowie eine zunehmende Armutseinwanderung in unsere bereits arg strapazierten Sozialsysteme. Nur allzu gut erinnere ich mich an den damaligen Schengen-Abstimmungskampf, wo die SVP als einzige Gegnerin dieses einseitigen Abkommens genau vor diesen realen Gefahren warnte.


Wenn nun ausgerechnet die FDP mit Sozialhilfe-Stopp und Ausweisung von ausländischen Sozialhilfeempfängern mit dem politischen Zweihänder reagiert, zeigt es in deutlicher , ja geradezu tragischer , Weise ihre Konzept- und die Hilflosigkeit.


Daniel Keller, Kantonsrat SVP, Udligenswil

Hochschule Luzern: Departement für Informatik eine einmalige Chance für die Region Sursee!

In den letzten Tagen war aus der Presse zu erfahren, dass eine Projektgruppe der Hochschule Luzern einen Bericht zuhanden des Konkordatsrates erarbeitet, damit dieser letztendlich entscheidet, ob an der Hochschule Luzern ein Departement für Informatik realisiert wird. Dabei stehen verschiedene allfällige Standorte zur Diskussion; darunter neben Standorten im Kanton Zug auch Sursee. 


Hier bietet sich nun für die Stadt Sursee und die ganze Region eine einmalige, nicht wiederkehrende Chance, ein Departement der Hochschule in unserer Region anzusiedeln. Sehr viele Faktoren sprechen für den Standort Sursee. Da ist einerseits in Form des Gebäudes "Enterprise" ein bestens geeignetes Gebäude vorhanden, andererseits ist Sursee verkehrstechnisch sowohl mit dem ÖV und dem Autobahnanschluss optimal erschlossen. Weiter spricht für Sursee als allfälliger Standort des Departementes Informatik, dass sich Sursee in den letzten Jahren als Sitz für viele Informatikfirmen profiliert hat. Somit sind hier also Arbeitsplätze, Infrastruktur und Knowhow vorhanden, welche zu optimalen Synergien zwischen den Informatikunternehmen, der Hochschule, den Studenten und dem Wirtschaftsstandort der Region Sursee führen.


Mit der Ansiedlung des Departementes Informatik würde somit nicht nur die ganze Region Sursee profitieren, sondern dieser Standort wäre für den Kanton Luzern ideal. Die Wertschöpfung, die Arbeitsplätze und die Informatikkompetenz werden für die Region und den Kanton die erwarteten Kosten von ca. 2 Mio. mehr als kompensieren. Die Mitarbeiter und Studenten an diesem Departement würden teilweise in der Region Sursee wohnen bzw. sich hier verpflegen usw. Dies würde entsprechende Einnahmen generieren. Ausserdem könnte hier auch ein Zeichen gesetzt werden, und Sursee als zweites Zentrum im Kanton neben der Stadt Luzern gestärkt werden. Worten sollten in diesem Bereich nun Taten folgen, da Sursee und die übrigen Kantonsgebiete mehrere Einrichtungen und Kompetenzen an die Stadt Luzern bzw. an die kantonalen Behörden verloren haben (Gerichte, BIZ, evtl. Regierungsstatthalter...).


 Der Kanton Luzern und insbesondere sämtliche Politiker, Behördenmitglieder und Wirtschaftsvertreter der Region Sursee müssen diese Chance sehen und ergreifen und sich somit für den Standort Sursee für ein allfälliges Departement für Informatik vorbehaltlos und rechtzeitig einsetzen. Nur mit einem starken und geschlossenen Auftreten der Region Sursee können wir dieses zukunftsträchtige und einmalige Projekt zum Erfolg führen.


 


Jost Troxler, Kantonsrat SVP, Mauensee

Asylzentrum Nottwil - Alles Friede, Freude, Eierkuchen?

Dem ist nicht so. Das Asylzentrum in Nottwil wird wohl gezwungenermassen von der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürgern geduldet. Mehr kann ich mir kaum vorstellen. Ich glaube, dass mit den immer wiederkehrenden Lobliedern endlich Schluss gemacht werden sollte. 


Ich hoffe, dass das gravierende Vorkommnis vom Mittwoch, 17. April 2013, im ganzen Ablauf und Wahrheit genauso gross und ausführlich beschrieben und veröffentlicht wird. Bis Redaktionsschluss der letzten "Surseer Woche" hatte dieses Ereignis aus zeitlichen Gründen keinen Platz finden können. Aber bitte in der nächsten Ausgabe! 


Über diese Angelegenheit kann auch so ausführlich berichtet werden, ohne dass die Opfer genannt werden. Es hat ja Personen im Umfeld des Asylzentrums, die immer auf dem neusten Stand der Dinge sind. 


Warum wurde nie über die vielen Polizeieinsätze mit bis zu fünf Fahrzeugen und zehn Personen berichtet? Warum dürfen die Sicherheitskräfte keine Aussagen machen? Warum werden sämtliche Vorkommnisse unter dem Deckel gehalten? Warum werden die Sperrzonen massiv gelockert? Warum sollte die Badi plötzlich freigegeben werden? Warum werden die Ausgangszeiten unter der Woche nicht eingehalten? Seit wann sind Drogen keine Straftaten mehr? Für Schweizerbürger wären einige Vorkommnisse wohl Straftaten. 


Grösse wäre, wenn man auch den unangenehmen Dingen in die Augen sehen könnte! Getraut man der Wahrheit nicht in die Augen zu schauen, weil das ganze Asylwesen ein grosser Wirtschaftszweig geworden ist, eine richtige Geldvernichtungsmaschine?! Oder liegt es daran, dass ein grosser Teil der Politik nicht fähig oder willens ist, dieses Problem zu lösen?


Wie ist es möglich, dass abgewiesene Asylbewerber es zum Sport machen, möglichst viel in die Schweiz zu reisen, um wieder mit Euro die Schweiz zu verlassen? Ich hoffe nur, dass das Schweizervolk (Eidgenossen) endlich genug hat von dieser Misere und endlich handeln wird.


Toni Büchler, Nottwil

Ärger mit dem Asylzentrum Nottwil

Licht ins Dunkel des Asylwesens zu bringen wäre nicht nur hinsichtlich der Aufträge an die Dienstleister wie der Caritas, sondern auch in Bezug auf die unliebsamen Vorkommnisse im Umfeld der Nottwiler Asylunterkunft notwendig. Gerade wegen Art. 26 der Asylgesetzrevision, welcher eine Unterbringung von Asylsuchenden in Bundesbauten ohne Zustimmung/Bewilligung der betroffenen Bevölkerung, Gemeinden und Kantone möglich macht, wäre eine transparente Informationspolitik der Behörden und den involvierten Dienstleistern dringend angezeigt. Wenn man der lokalen Bevölkerung schon das demokratische Recht der Mitbestimmung entzieht, sollte dieser wenigstens das Recht auf umfassende Information zugestanden werden.


Information ist in diesem Fall eine Bringschuld. Wenn aber wir (SVP)-Politiker aufgrund der uns zugetragenen Informationen durch die Bevölkerung nur mit mühsamen Nachfragen Kenntnis von inakzeptablen, strafrechtlich relevanten Vorkommnissen bekommen, ist das bedenklich.


So konnten wir in Erfahrung bringen, dass seit der Eröffnung der Asylunterkunft in Nottwil am 17. Januar (also vor drei Monaten) die Polizei schon 11 Mal intervenieren musste. Acht Mal wegen internen Konflikten in der Unterkunft und dreimal für Interventionen in der Gemeinde.


Gar unglaublich und sämtliche im Voraus befürchteten, möglichen Szenarien erfüllend, ist ein Einbruchdiebstahl durch Asylsuchende in Dorfnähe. Die Einbrecher seien zu viert gewesen, wird uns mitgeteilt. Einer aus der Asylunterkunft Nottwil, die drei anderen , darunter der Fahrer des für den Abtransport von Diebesgut vorgesehenen Wagens , seien ehemalige "Bewohner" des Zentrums gewesen. Diese seien aber freiwillig ausgereist und illegal wieder eingereist. Ist ja bei offenen Grenzen , das Schengener Abkommen der offenen Grenzen lässt grüssen , weniger ein Problem (!)


Ob die drei damals als freiwillig Ausreisende allenfalls auch noch je 1'000.? Franken als Rückkehrhilfe und womöglich noch länderspezifische Abgeltungen "eingesackt" haben, müssten wir noch klären. Damit aber nicht genug und die hiesige Gutmenschen-Politik noch erhellender dargestellt: Der Einbrecher wurde am folgenden Tag wieder ins Asylzentrum Nottwil gebracht. Erst die von einem Bürger informierte Person der Behörde habe dann erwirkt, dass der Mann in Ausschaffungshaft kam.


In Alpnach steht die Unterbringung von Asylsuchenden in der Armeeunterkunft inmitten von Quartier, Schule und Dorf noch bevor. Was wird die Alpnacher wohl erwarten? Den schönfärberisch "Heile-Welt-Versprechungen" gewisser Politiker können sie kaum vertrauen.


Werner Birrer, SVP-Kantonsrat, Alpnach OW

Wider die Verfassung

In letzter Zeit müssen wir uns politisch um Abzocker, Mindestlöhne und 1:12 Initiativen kümmern. Die Abzocker-Initiative wurde vom Souverän deutlich angenommen; sie bringt genauso viel oder genau so wenig wie der Gegenvorschlag. Tan't pis.

Die beiden nächsten Initiativen sind aber höchst gefährlich. Gefährlich für den Wirtschaftsstandort Schweiz und gefährlich für unser Land im Generellen.

Die Urheber dieser Volksbegehren wollen die Einführung des Sozialismus, sie benamsen sich ja auch so. Einzelne Exponenten aus diesem Lager wollen den Kapitalismus abschaffen.


Länder die im Gegenteil gelebt haben, dies erleben wir täglich, müssen auch nach mehr als 20 Jahre ohne Sozialismus noch immer saniert und finanziert werden. Diese ganzen Vorhaben aber, widersprechen sowohl der Bundesverfassung als auch der entsprechenden Präambel.

Diese Volksbegehren verstossen gegen den Artikel zwei der BV.

Die Freiheit ist einer der eidgenössischen Grundwerte. Wer sich also für diese beiden Initiativen stark macht, verhält sich verfassungswidrig. Gerade die Freiheit in Gesellschaft und Wirtschaft sind nebst dem Föderalismus und der direkten Demokratie die Grundfesten des Erfolgsmodell Schweiz!

Weiterer Kommentar überflüssig!

Marcel Omlin, Kantonsrat SVP Rothenburg

Roth trinkt auf Tod

Leserbrief zu den widerwärtigen Aussagen von SP-Vizepräsident Roth

Das Dahinscheiden eines Mitmenschen ist in jeder Hinsicht eine traurige Angelegenheit, ungeachtet dessen Taten. Ganz anders sieht dies wohl David Roth, Vizepräsident der SP. Er stosse auf den Tod von Margaret Thatcher an, lässt er proletisch über Facebook verlauten. Die restliche SP-Führungsspitze scheint dies zu goutieren, hat sie sich doch bis heute nicht von dieser geschmackslosen Aussage distanziert. Genau jene Persönlichkeiten, welche sich jeweils stets wie Geier in die Lüfte winden, um sich dann auf ihre Beute zu stürzen, verstummen gänzlich. Wahrscheinlich, weil besagter Politiker kein zusätzlicher Buchstabe "V" in seiner Parteikennzeichnung hat.
 
Alexander Kares, Präsident Junge SVP des Kantons Luzern, Luzern

Nein zum unnötigen Kantons-Lobbyisten

Es ist völlig unverständlich, warum sich der Kanton Luzern den unnötigen Luxus eines Lobbyisten leistet! Die Regierung des Kantons Luzern begründet das Schaffen einer 180'000.- Franken teuren Lobbyisten-Stelle mit einer fehlenden Strategie, die zur Wahrung der Interessen gegenüber Bundesbern notwendig sei. Dass die CVP-, FDP- und SP-Parlamentarier im Kanton Luzern diesem Ansinnen zum Durchbruch verhalfen, ist umso bedauerlicher und unverständlich.


Es ist ein Armutszeugnis, wenn der Kanton Luzern einen eigenen Lobbyisten braucht!


Unsere Lobbyisten in Bern sind die vom Volk gewählten Standesvertreter, also die Ständeräte. Der Auftrag der Ständeräte ist es, in Bern die Interessen des Kantons Luzern zu vertreten. Dafür sind sie vom Volk gewählt und bezahlt! Umso mehr erstaunt es, dass der Standesvertreter Georg Theiler dies sogar "eine gute Idee" findet. Die Ständeräte stehen in der Pflicht. Wenn sie ihren Job gut machen, braucht es keine vom Volk bezahlten Lobbyisten. Und ist es nicht auch eine Ohrfeige der Luzerner Regierung an die nach Bern gewählten Parlamentarier, dass man mit diesem Schritt die vom Volk gewählten Interessensvertreter nicht genügend ernst nimmt, indem man zusätzlich einen Lobbyisten nach Bern senden muss? Wo ist die Opposition der Volksvertreter in dieser Sache?


Wer behauptet, andere Kantone würden ja auch Lobbyisten beschäftigen, vergisst das Faktum, dass eine grosse Mehrheit der Schweizer Stände weiterhin ohne Lobbyisten auskommt. Ich hoffe auf eine baldige Korrektur dieses Fehlentscheids. Die SVP wird ihren Teil dazu leisten!


Franz Grüter, Präsident SVP des Kantons Luzern, Eich

Das Ständemehr sichert den Zusammenhalt der Schweiz

Der Politologe Mark Balsiger beklagt in der Analyse der Abstimmung über die Familienpolitik, dass die ländlichen Kantone ein zu grosses Gewicht bei eidg. Abstimmungen hätten. Dabei outet er sich nicht nur als schlechter Verlierer, sondern auch als Kritiker des bewährten politischen Systems. Ich vermisse auch das notwendige politische Verständnis, wenn man nun einfach fordert, nach einem verlorenen «Spiel» die Spielregeln zu ändern. Die Erfolgsgeschichte der Schweiz basiert auch auf der Möglichkeit des Ständemehrs. Damit haben kleine Kantone die Möglichkeit, auf eidgenössischer Ebene ihren Anliegen, die zum Teil nicht immer deckungsgleich sind mit denen der Grosskantone, zum Durchbruch zu verhelfen. Damit wurde in den letzten 165 Jahren der Zusammenhalt der Schweiz sichergestellt.

Darum darf dieses bewährte System nicht angetastet werden. Mit dem Nein zum Familienartikel können nun die Kantone nach eigenem Gutdünken und eigenen finanziellen Mitteln daran gehen, passende Lösungen für ihre Bevölkerung zu finden.

Guido Müller, SVP-Kantonsrat, Ebikon

Das Ständemehr hat seine Berechtigung

Das Ständemehr ist ein elementarer Pfeiler der Schweizer Rechtsordnung. Sie sieht vor, dass Verfassungsänderungen, wie zuletzt der Familienartikel, neben dem Volksmehr auch die Zustimmung der Mehrheit der Kantone (oder Stände) benötigen, um in Kraft treten zu können. Seit die Mehrheit der Kantone am 3. März 2013 den Familienartikel abgelehnt hat (mit 13 zu 10), wollen einige sog. "Experten" nun das Ständemehr abschaffen.

Die kleineren und mittleren Kantone sollen damit im Vergleich zu den bevölkerungsreichen Grosskantonen und Städten weiter entmachtet werden. Dabei hat das Ständemehr nach wie vor seine Berechtigung , sowohl heute als auch in Zukunft. Es ist eine äusserst wichtige Errungenschaft, um das Machtgleichgewicht und den Föderalismus zu wahren. Die Schweiz ist nicht umsonst ein Land der Ausgeglichenheit und Machtbalance.

Die Kantone müssen auch in Zukunft ein angemessenes Mitspracherecht haben, schliesslich greift jede zusätzliche Bundeskompetenz und jeder neue Verfassungsartikel direkt in ihre Souveränität und Gewalthoheit ein. Wenn nun gewisse Politiker und Kommunikationsberater mit der Abschaffung des Ständemehrs die bewährten und breit akzeptierten Spielregeln ändern wollen, bloss weil eine Abstimmung nicht nach ihrem Gusto verlaufen ist, outen sie sich als schlechte Verlierer.

Anian Liebrand, Sekretär SVP Kanton Luzern, Beromünster

Nein zum Blankoscheck für Milliardenausgaben

Der neue Verfassungsartikel zur Familienpolitik ist ein Wolf im Schafspelz. Genauer hinschauen lohnt sich. Der Familienartikel betont schwammig die Pflichten und Leistungen des Staates gegenüber den Bürgern. Der Bund soll neu Kantonen, die gewisse , noch nicht bestimmte , Standards nicht erfüllen, Zwangsmassnahmen aufdiktieren können. Verheerend ist, dass die zu erwartenden finanziellen Folgen mit keinem Wort erwähnt sind. Es ist mit Ausgaben in Milliardenhöhe zu rechnen, die alle Steuerzahler, ob Rentner, Alleinerziehende oder Singles zu tragen haben. Der Nutzen bleibt dagegen fraglich.

Schon heute stehen unzählige Forderungen der Linken in der Pipeline, welche den Familienartikel als Grundlage für neue Staatsaufgaben (Flächendeckende Staatskrippen bereits für Kleinkinder etc.) feiern werden. Genau eine solche Politik des unbegrenzten und nicht finanzierbaren Sozialausbaus hat die Eurostaaten in die vorherrschende Misere geführt. Machen wir in der Schweiz nicht denselben Fehler! Angebote zur externen Familienbetreuung sollen primär auf private Initiativen hin erfolgen. Wo das Bedürfnis grösser ist, zum Beispiel in Städten, braucht es andere Massnahmen als in ländlichen Gebieten, wo es viele Familien nach wie vor vorziehen, ihre Kinder selber zu erziehen. Auf lokal unterschiedliche Bedürfnisse nimmt der Familienartikel leider keine Rücksicht.

Alle Familien müssen steuerlich entlastet werden, auch solche, die ihre Kinder vollumfänglich Zuhause erziehen. Es braucht Mut für innovative Lösungen , die bürokratischen Hürden für private Kinderkrippen sind abzubauen. Eines ist klar: Das staatliche Giesskannenprinzip wird auch in der Familienpolitik nicht von Erfolg gekrönt sein. Darum stimme ich Nein zum Familienartikel.

Franz Grüter, Präsident der SVP des Kantons Luzern

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