Steuererhöhung den Bürokraten zu verdanken

Die Luzerner Regierung, allen voran die CVP-Vertreter, geben Vollgas, und zwar zurück in die Steuerhölle! Einerseits werden munter Kantonalstellen aufgebaut (nur schon im Bildungs- und Kulturdepartement über 100 Vollzeitstellen), andererseits wird auf Kosten der Steuerzahler eine Moskaureise für 350'000 Franken durchgeführt.

Den Luzernern empfehle ich, den absolut treffenden Artikel zu lesen und vor allem beiseitezulegen. Nehmen Sie ihn dann bei der nächsten Steuerrechnung zur Hand, und Sie wissen, wem Sie die hohe Rechnung und die letzte Steuererhöhung zu verdanken haben. Um solche Aktivitäten der Regierung zu stoppen, empfehle ich allen verantwortungsvollen Kantonsräten, das Budget 2014 entschlossen abzulehnen.

Urs Liechti, Vizepräsident SVP Kanton Luzern, Uffikon

Nein zur 1:12-Initiative

Das Verhalten einiger Top-Banker und Top-Manager in Sachen Löhne und Boni hat sowohl ihrem Berufsstand wie auch dem Finanzplatz Schweiz Schaden zugefügt. Das hat uns alle irritiert und geärgert. So gesehen kann man die 1:12-Initiantinnen und -Initianten verstehen. Aber ein kluger Mensch hat den Slogan geprägt: «Sozialismus ist Kapitalismus mit dem Geld der andern.» Genau so kommt einem jetzt diese 1:12-Volksinitiative entgegen. Sie ist durchtränkt von Neid, geprägt durch Kurzsichtigkeit und bar jeder gesamtwirtschaftlichen Vernunft und Verantwortung. Die einzig richtige Antwort darauf lautet: Erstens diese 1:12-Volksinitiative klar ablehnen und zweitens auf gesetzlicher Basis den Abzockern das Handwerk legen.

Hermann Suter, Greppen


 

Immer mehr zahlen? Nein zur 100-Franken-Vignette

Haushalte mit mehreren Autos, mit Wechselschildern oder mit zusätzlichen Fahrzeugen wie Motorrädern, Anhängern, Wohnwagen usw., werden unverhältnismässig zur Kasse gebeten. Obwohl sie nie alle Fahrzeuge gleichzeitig verwenden können, müssen sie jedes Jahr auf jedes Fahrzeug eine 100-Franken-Vignette kleben. Augenfällig wird dieses Problem bei Bootsanhängern, die man bestenfalls zweimal im Jahr braucht, im Frühling und im Herbst, um ein Boot zum See und wieder zurück zu transportieren. Da nützt auch die "Zweimonats-Vignette" für 40 Franken nichts. Das ist unfair und eine Abzocke des Privatverkehrs. Es ist auch unsozial, weil es z.B. kinderreiche Familien mit berufstätigen Eltern, die teilweise auf zwei Autos angewiesen sind oder Menschen in Randregionen, ohne gute ÖV-Verbindungen, sehr hart trifft.

Lisa Zanolla, Grossstadträtin & Vizepräsidentin SVP Kanton Luzern, Luzern

Die Institution Familie endlich mehr wertschätzen

Erstaunt beobachte ich, mit welchen teils abenteuerlichen Szenarien derzeit versucht wird, die Familieninitiative schlecht zu machen. Die Initiative führe zu "untragbaren Steuerausfällen". Gar von "Herdprämie" ist die Rede , das Unwort des Jahres! So viel Geschrei, bloss weil die SVP verankern will, dass Familien, die ihre Kinder selber betreuen, steuerlich nicht mehr weiter diskriminiert werden dürfen.

Die Gegner der Initiative blenden aus, dass intakte, eigenbetreuende Familien, wo sich immer häufiger auch Vater und Mutter die Erziehungsverantwortung gleichwertig teilen, den Staat um ein Vielfaches weniger kosten, als sie der Gesellschaft wieder zurückgeben.

In einer Zeit, wo der familiäre Zusammenhalt oftmals nicht mehr gegeben ist und statt dessen Egoismus und Verwahrlosung vorherrschen, kann ich allen jungen Menschen, die sich heute dazu entschliessen, eine Familie zu gründen, nur gratulieren. Ihnen einen wohl verdienten Steuerabzug zu gewähren, ist nicht nur das Mindeste an Fairness und Gleichstellung, sondern auch eine längst verdiente Wertschätzung der Familie als Kernzelle einer funktionierenden Gemeinschaft.

Franz Grüter, Präsident SVP Kanton Luzern, Eich 

Diskriminierung der klassischen Familie stoppen!

Die Forderung der Familieninitiative ist glasklar und moderat: "Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, muss für die Kinderbetreuung mindestens ein gleich hoher Steuerabzug gewährt werden wie Eltern, die ihre Kinder fremd betreuen lassen." Die sympathische Initiative verfolgt das Ziel, dass die klassische Familie nicht weiter diskriminiert und der Stellenwert der vielen Mütter, die sich Tag für Tag völlig selbstlos und aufopfernd um ihre Kinder kümmern, endlich aufgewertet wird.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass Familien, die ihre Kinder ganz oder teilweise fremd betreuen lassen, von einem Steuerabzug profitieren dürfen. Aber warum soll dies den vielen Familien, die sich bewusst dafür entscheiden, ihre Kinder selber zu betreuen, verwehrt bleiben? Es geht hier um nicht weniger als um die Gleichstellung der Familienmodelle. Toll, sieht das auch die CVP des Kantons Luzern so und engagiert sich gemeinsam mit der SVP für ein Ja zur Familieninitiative. So sieht solide, bürgerliche Zusammenarbeit für eine familienfreundliche Politik aus. Bravo!

Anian Liebrand, Sekretär SVP Kanton Luzern, Beromünster

Mütter mehr wertschätzen!

Ich hatte das Glück als Kind zu Hause unter der Obhut meiner Mama aufzuwachsen zu können, und unsere Kinder auch. Meine Frau hat alles für die Kinder gegeben und dabei ein unwahrscheinliches Arbeitspensum Tag und Nacht ohne richtige Ferien bewältigt.

Sie hat wegen der Kinder Ihren Beruf bis auf Teilzeiteinsätze aufgegeben und zusätzlich noch administrative Heraus -forderungen angenommen, die immer wieder auch Nachtstunden kosteten. Wir haben damit dem Staat drei Tagesplätze erspart und den Kindern ein zuverlässiges Heim und den nötigen Halt gegeben. So machen sie heute alle drei uns viel Freude und mit bereits vier Enkeln erleben wir nun wieder neu wie sehr die Mutter-Kind Beziehung das Kleinkind in der Prägungsphase bestimmt. Bestrafen wir doch nicht all die Familen, die auch diesen Weg wählen!

Die Familieninitiative ist gerecht und trifft den Nagel auf den Kopf. Grosseltern,   denkt  an die schöne, aber strenge Zeit mit Euren Kindern und gönnt dies auch den Jungen, die diesen Weg wählen.

Räto B. Camenisch, Kantonsrat SVP, Kriens

Familieninitiative ist sympathisch und richtig

Die SVP-Familieninitiative ist schlicht sympathisch, richtig und gut. Die Initiative sichert die Gleichstellung der Familienfrauen und entlastet die Familien als Ganzes. Glücklicherweise haben dies auch einige CVP-Nationalräte wie Ida Glanzmann erkannt. Die Gegner jedoch argumentieren mit Scheinargumenten wie: nicht bezahlbaren Steuerausfällen, Frauen hinter den Herd und Subventionierung der Einzelverdiener-Familien und so weiter.

Solange wir uns teure Betreuungen von jungen Kriminellen à  la Carlos, Reittherapien für Vergewaltiger, Heerscharen von nutzlosen staatlichen Psychiatern und Flaniermeilen in Luzern leisten können, haben wir garantiert Geld für etwas so Wichtiges wie die Familie.

Frauen in der Wirtschaft (schon wieder geht es ums Geld ...), die Kinderkrippen nutzen, sollen mehr wert sein als Familienfrauen!? Die Initiative wertet die Familie und die Betreuung der eigenen Kinder durch die Eltern massiv auf. Sie gibt der Mutter und dem Vater die Wertschätzung, die sie für ihre wichtigen Aufgaben verdienen. Ich als Vater dreier Kinder stimme alleine schon für die Initiative wegen der Wertschätzung, die sie meiner Frau gibt.

Urs Liechti, Vizepräsident SVP Kanton Luzern, Uffikon

Schon oft an der Nase herumgeführt

Das Nationalstrassennetz der Schweiz wurde in den 50er-Jahren beschlossen. Jährlich werden den Strassenbenutzern 9'500'000'000 Franken (9,5 Milliarden) über Steuern, Gebühren und Abgaben belastet. Das wäre genug für ein hervorragend ausgebautes und unterhaltenes Strassennetz. Doch leider werden 70 Prozent dieser Gelder der Strassenbenutzer von Bundesbern zweckentfremdet.

Alleine 4 Milliarden Franken verschwinden jährlich in der allgemeinen Bundeskasse und rund 2 Milliarden jährlich fliessen in den öffentlichen Verkehr. Jetzt will der Bund über die Vignette wieder mehr Geld von den Strassenbenutzern. Wer garantiert, dass dieses Geld ob kurz oder lang nicht wieder zweckentfremdet wird? Etwa für den Bau von Rad- oder Fussgängerwegen, wie im Abstimmungsbüchlein auf Seite 28 bereits angekündigt wird?

Ich habe zu oft Erhöhungen von Steuern, Gebühren und Abgaben zugestimmt und wurde danach enttäuscht, weil Bern das Geld für andere Zwecke verwendet hat, als im Abstimmungskampf versprochen. Deshalb stimme ich entschieden NEIN zur Erhöhung des Preises der Autobahnvignette. Das gibt dem Bund die Gelegenheit, endlich ein Konzept für die Finanzierung des Strassennetzes auszuarbeiten.

Marcel Omlin, Präsident ACS Sektion Luzern Ob- und Nidwalden, Kantonsrat SVP

Metro-Projekt: Aufnehmen und Weiterentwickeln!

Das von privater Seite initierte Metro Projekt ist interessant und zeigt einen pragmatischen
Lösungsweg für Teile der Verkehrsüberlastung in der Stadt Luzern auf. Auf der anderen Seite klammert man sich an das mittlerweile vom Tief- zum Durchgangsbahnhof mutierte Projekt auf der gegenüberliegenden Stadtseite. Dessen Machbarkeit ist noch nicht gegeben. Jetzt zu sagen, dass das Projekt Tiefbahnhof auf gutem Wege ist, kann mit dem Lesen in der Glaskugel verglichen werden.

Nun gilt es die Alternativen zu prüfen. Hier liegen die Lösungen Müri (Seetalplatz mit Bahnhof Emmenbrücke) und den Vorschlag Simmen (Dreieck Nord) auf der Hand.

Es gilt nun das Projekt Metro in Ibach mit diesen beiden Projekten zu prüfen und finanzierbare Varianten zu studieren. Mit einer Verknüpfung des Metro-Projektes mit dem Bahnknoten Luzern Nord / Emmenbrücke könnten mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Die Schaffung eines grossen Parkhaus für Bus und PW; eine Stichstrecke mit der Metro via Spital - Schwanenplatz - Bahnhof, allenfalls noch weiter bis in die Region Alpenquai sowie die Realisierung des Doppelspurausbaus am Rotsee.

Ich rufe die zuständigen Verantwortlichen auf, sowohl mit den Metro-Initianten als auch mit den anderen Ideen-Gebern in Kontakt zu treten, um Synergien zu schaffen. Das alleinige Festhalten am Tiefbahnhof  löst nur einen Teil der Problematik. Ich freue mich auf interessante Diskussionsbeiträge und Lösungsvorschläge.

Marcel Omlin, Kantonsrat SVP, Rothenburg

Lügengeschichten zur Grosshof-Umzonung in Kriens

Noch selten ist soviel Unwahres  behauptet worden, wie diesmal in Kriens bei der Umzonungsvorlage Grosshof. Da wird unverfroren weisgemacht, der Vertrag gehe 10 Jahre. Die Amortisationsdauer ist mit 30 Jahren genau definiert. Es kann mir niemand weismachen, dass wenn ein Objekt zu rentieren beginnt, es abgebrochen werden soll! Mit einem Federstrich wird alles auf unbestimmte Zeit verlängert werden können.

Eine weitere Mär ist die Angabe, dass bisherige Asylantenwohnungen frei werden, wenn das Asylzentrum einmal stehe. Tatsache wird sein, dass die bisherigen Fremdbewohner unserer Gemeinde in ihren Wohnungen bleiben werden, und meist nach 10 Jahren der Gemeinde-Sozialhilfe anheimfallen, weil kein eigentlicher Arbeitswille besteht, oder sie wegen fehlender Integration oder Ausbildung einfach keine Stelle finden; mit Kopftüchern sowieso nicht!

Dass sich der Gemeinderat in einem Vorvertrag verpflichtet, für ein Asylzentrum zu sorgen, auch gegen den Willen der Bevölkerung, spricht Bände und disqualifiziert den gemachten Amtseid. Mir sind 10-12 Pflicht-Asylfamilien in Wohnungen lieber als 120 Erstaufnahmen, die ungefiltert nach Kriens geschickt werden und in einem hohen Turnus wieder ausgewechselt und weiter platziert werden. Ein Grosshof-Asylant wird also einer sein, der keinerlei Beziehung zu unserer Gemeinde hat und sich auch so verhalten wird. Die immer wieder hochgejubelte Begleitgruppe hat gemäss Vertrag nichts zu bestimmen. Es schleckt keine Geiss weg, dass wir zusätzlich zur heutigen Überfremdung nun noch 120 Erstaufnahme-Bewerber auf unseren Strassen und Plätzen haben werden, und das jahrzehntelang!

Mit den immer höheren Steuern und unserem naiven "Gutmenschen-Regime" wird es ungemütlich in Kriens! Das wird auch durch die Einmischung weltfremder Kirchenexponenten nicht besser. Schade. Zum Glück haben erstmals in der Schweiz Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das letzte Wort und haben es in der Hand, mit einem Ja zur Umzonung eine weitere Abwertung von Kriens zu stoppen.

Räto B. Camenisch, Einwohnerrat SVP, Kriens

Muttersprache als erhaltenswertes Kulturgut

Es gibt wohl kein Land auf der Erde das seinen Kindern verbietet oder einschränkt sich in ihrer Muttersprache zu äussern. Wir im Kanton Luzern verfügen heute über eine gesetzliche Vorgabe, dass 2/3 der Unterrichtszeit im Kindergarten in Standardsprache erteilt werden soll. Neu soll eine Regelung von 50 zu 50 % gelten.

Damit schränken wir unsere Kleinen im Sprachgebrauch ein. Unsere Muttersprache, ein erhaltenswertes Kulturgut, ermöglicht unseren Kindern sich mit differenzierten Mundart-begriffen auszudrücken. Diese Grundhaltung lässt der Regierungsrat mit seiner in der Abstimmungsbotschaft geäusserten Aussage "Den Kindern ist es freigestellt ob sie hochdeutsch sprechen. Sie dürfen immer in Mundart antworten" auch durchblicken. Warum brauchen wir dann überhaupt eine einschränkende und nicht kontrollierbare Regelung? Der pragmatische Ansatz der Initiative "Mundart soll die Norm sein" , ohne starre Quoten, wird unseren Kindern gerechter.

So führte selbst eine vehemente Gegnerin der Initiative, Lehrerin und Kantonsrätin Felicitas Zopfi (SP),  anlässlich einer Diskussion aus, Zitat: "Keiner Kindergartenlehrerin kommt es in den Sinn ein Kind auf hochdeutsch zu trösten".

Ja so ist es, denn mit der viel emotionaleren Nähe unserer Mundart kann besser auf ein Kind eingegangen werden. Lassen wir unsere Kinder Kinder sein. Lassen wir ihnen eine sprachliche Entwicklung im Kindergarten ohne unnötige Einschränkungen. Was in der Familie und auf dem Spielplatz Realität ist, soll auch im Kindergarten gelten.

Ich stimme JA zur Initiative und lehne den bürokratischen und nicht kindergerechten Gegenvorschlag ab. In der Stichfrage bevorzuge ich natürlich die Initiative.

Guido Müller, Kantonsrat, Ebikon

Mundart im Kindergarten: Vernünftige und lebensnahe Lösung

"Grundsätzlich Mundart im Kindergarten und Hochdeutsch in Primar- und Sekundarschule" , eine vernünftige, moderate und praktikable Lösung, die realitäts- und alltagsnah ist und die Sprache als Instrument für die Integration einsetzt. Eine wichtige Aufgabe für die Zukunft unserer Kinder.  So ist klar geregelt, welches die  Hauptunterrichtssprache ist, erlaubt aber, spontan in die andere Sprachform zu wechseln, wenn es der Lehrperson angezeigt scheint. Die aktuell geltende Luzerner Kindergarten-Regulierung hingegen (Zweidrittel in Hochdeutsch) ist verkrampft und unflexibel und verwirrt die 4-6 Jährigen Kindergärtner in dieser frühen Phase der Spracherwerbung noch zusätzlich. Keine einzige Studie belegt eine nachhaltig bessere Beherrschung der Standardsprache durch Kinder, die im Kindergarten in Hochdeutsch unterrichtet wurden.

Brisant: Noch 2003 hatte beispielsweise die Zürcher Bildungsdirektion geschrieben: "Die Reduktion auf eine hochdeutsche Monokultur führt nicht bloss zu einer Verarmung, sondern auch zu einer Situation, die der sprachlichen Realität der Deutschschweizer nicht entspricht". Dass die Mundart in den Folgejahren schweizweit aus dem Bildungswesen verdrängt werden sollte - ein Verstoss gegen die eigene Erkenntnis und ein Nachteil für die Integration? Unseren Kindern zuliebe: Ich stimme Ja zur Initiative "Für Mundart im Kindergarten"!

Jost Troxler, Kantonsrat SVP, Mauensee

Mundart im Kindergarten ist Parteiengezänk

Es ist interessant, wie klar die Trennlinie in der Frage um "Mundart im Kindergarten" verläuft. Einmal mehr gilt: Alle gegen die SVP. Und dies in einer Frage, bei der sich der parteilose Schweizer wundert, warum über dieses Thema überhaupt abgestimmt werden muss. Hier wird eine Sachfrage diskutiert, die völkerrechtlich ausser Frage ist. Kein Volk der Welt muss seine eigene Sprache aufgeben, um Ausländer zu integrieren. Die Gegner der Initiative wollen dies jedoch offenbar freiwillig tun. Warum sollen unsere Kinder im Kindergarten über unsere Chilbi, Blüemli, Bäumli und Vögeli nicht in ihrer Muttersprache sprechen dürfen? Rätoromanen, Romands und Tessiner tun dies auch. Hebräer, Kosovaren, Iren und angehörige anderer Länder, die während Jahrzehnten um ihre Unabhängigkeit gekämpft haben, würden sich wundern, wenn sie lesen, dass wir freien Schweizer in dieser Art unsere Landessprache dem Druck der Zuwanderung opfern wollen.

Eine Kindergärtnerin hat mir im Vertrauen gesagt: Weisst du, Ivo, die Ausländer lachen sich den Bauch voll, wie dumm wir Schweizer uns in dieser Sache streiten. Ich würde mir wünschen, dass auch die anderen Parteien wieder beginnen, sich für unser Land und die Erhaltung unserer Kultur einzusetzen. Wir sind sehr, sehr tief gefallen, wenn wir glauben rechtsextrem zu sein, nur weil wir es wagen, in unserem Land unsere Sprache zu sprechen. Das SVP-Bashing in dieser Sache muss ein Ende haben, damit unser Land und unsere Kultur eine Zukunft hat.

Ivo Muri, Unternehmer, Sursee

Mundart fördert am besten

Für die Forcierung des Hochdeutschen im Kindergarten muss herhalten, dass damit fremdsprachige Kinder besser integriert würden sowie die Lernfortschritte beim Schreib- und Leseerwerb angeblich erfolgreicher seien. Dabei gibt es schlicht keine wissenschaftlichen Befunde, welche diese Theorie belegen können - im Gegenteil!

Alle Studien, und gerade der Pisa-Test aus dem Jahr 2006 (als Hochdeutsch im Kanton Luzern noch nicht zu Zweidrittel vorgeschrieben war), beweisen dies! Im Lesen hatte die Schweiz 499 Punkte, Deutschland 495 Punkte, Österreich 490 Punkte, etc. Trotz - oder gerade wegen - Mundart im Kindergarten können die Schülerinnen und Schüler in der Schweiz besser lesen und schreiben als Kinder aus Ländern, wo es keinen oder bloss marginalen Dialekt-Unterricht gibt. Gerne können Sie diese Befunde auch selbst nachprüfen!

Auch sehr interessant: In anderen "zweisprachigen" Regionen, wie zum Beispiel in Katalonien, erzielen die Kinder in der spanischen Sprache bessere Ergebnisse als in Provinzen, wo nur Spanisch gesprochen wird. In Irland müssen alle Schüler neben der englischen Umgangssprache von Klein an das fast ausgestorbene keltische "Gaelic" lernen. Im Pisa-Vergleich erreicht Irland das Spitzenresultat von 517 Punkten, England erreicht bloss 495 Punkte. Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Unsere Mundart ist kein Handicap, sondern ein Plus! Die nachweislich beste Förderung für unsere Kinder ist also die Mundart. Stehen wir dazu und stimmen wir Ja zur Initiative - und Nein zum Gegenentwurf!

Robi Arnold, Kantonsrat, Reiden

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